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Pressemitteilung der Klinik "Diagnoseleistung mit stolzer Brust"
50 000. Frau zur Mammographie in der Uni-Frauenklinik Maistraße, 21.März 2006
München – Die Klinik und Poliklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe – Innenstadt in der Maistraße erwartet am 28. März (2006) die 50 000. Frau zu einer Brustuntersuchung mit Mammographie und Ultraschall – eine Zahl, die ebenso für konstante Diagnose-Leistungen wie auch für dramatische Schicksale steht: 50 000 Frauen haben sich seit Gründung der Abteilung für Brustdiagnostik in der Maistraße mindestens ein Mal einer eingehenden Brustuntersuchung unterzogen, ungefähr 9.000 von ihnen empfahlen die Ärzte eine operative Klärung eines Verdachtes – zum Beispiel durch so genannte Stanzbiopsie -, bei rund 5000 Frauen entdeckte oder bestätigte das Ärzteteam tatsächlich Brustkrebs und gab damit den Startschuss zu weiterer Behandlung.
50 000 untersuchte Frauen sind auch für die Uni-Frauenklinik eine gewaltige Zahl. Und zu tief empfundenem Dank sind die Betroffenen und auch die Klinik dafür einer Person besonders verpflichtet: Professor Wilhelm Vaillant, der 1985 die „Wilhelm-Vaillant-Einheit für Frühdiagnostik von Erkrankungen der Brust“ ins Leben rief, aus eigener Tasche mit den damals modernsten Geräten für Brustdiagnostik ausstattete und das Behandlungszentrum mit Sitz in der Maistraße dann der Universität München schenkte.
Professor Vaillant, ursprünglich Ingenieur, aber nicht verwandt mit dem Heizungshersteller, war ein Spätberufener in der Medizin. Zunächst gründete und betrieb er unter anderem die Fernsehstudios in Unterföhring. Erst im Alter von mehr als 50 Jahren entschloss er sich zum Medizinstudium. Den Beruf als Arzt übte er dann bis ins hohe Alter aus. Mit seinem Vermögen gründete er die Vaillant-Stiftung, die ihren Sitz ebenfalls noch immer in der Universitätsfrauenklinik in der Maistraße hat.
Die Brustdiagnostik in der Universitäts-Frauenklinik war und ist auf dem jeweils aktuellsten Stand der Entwicklung und ist nicht selten mit wichtigen Pionierleistungen hervorgetreten. Seit einigen Jahren wird es als
Interdisziplinäres Zentrum für Mammadiagnostik und –intervention (Vaillant-Einheit) gemeinsam betrieben von der Frauenklinik und dem Institut für Klinische Radiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit der Gründung wurde entsprechend investiert, etwa in den Ausbau der Räumlichkeiten und in technisch-diagnostische Verbesserungen, wie der digitalen Mammographie. Der Ultraschall bietet inzwischen dreidimensionale Ansichten und damit im wahrsten Sinne tiefere Einsichten.
Durch eine gezielte Probeentnahme auf der Grundlage der Mammographie oder des Ultraschalls kann vielen Frauen eine Operation an der Brust erspart werden, und längst kann die Frauenklinik Maistraße ihre Untersuchungen durch Magnetresonanztomographie vertiefen, die das Institut für Radiologie beisteuert, erläutert Professor Fritz Willgeroth, Facharzt für Gynäkologie und Radiologie. Das Zentrum wurde vor kurzem als eine der Wenigen in Deutschland von der Europäischen Gesellschaft für Brusterkrankungen (EUSOMA) als Brustzentrum offiziell zertifiziert. Es profitieren davon die Patientinnen, denn inzwischen ist es wissenschaftlich belegt, dass durch die Vorsorgemammographie die Sterblichkeit an Brustkrebs wesentlich gesenkt werden kann.
Die 50.000. Patientin des Interdisziplinären Zentrums für Mammadiagnostik und –intervention (Vaillant-Einheit) wird sich nicht nur über die frische Renovierung der Räumlichkeiten in der Maistraße und über die modernen Untersuchungsmöglichkeiten freuen – sondern auch über einen Blumenstrauß und ein Buchgeschenk, das ihr von den Direktoren der Frauenklinik und des Radiologischen Instituts, Professor Klaus Friese und Professor Maximilian Reiser, überreicht wird.
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